Haslinger, Josef (1904-1994)

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Haslinger, Josef (1904-1994)
Geboren 10.12.1904 (Sankt Georgen an der Gusen)
Verstorben 24.02.1994 (Bad Mühllacken)
Heimatdiözese Linz
Priesterweihe 16.07.1933

Haslinger war ab 9. Jänner 1939 mit einem Schulverbot belegt.[1]

Josef Haslinger, Kooperator in Hopfgarten, wurde am 17. Mai 1939 während der Beichte der Erstkommunionskinder direkt aus dem Beichtstuhl heraus durch die Gestapo verhaftet und verblieb bis Ende 1941 durchgehend in Kerkerhaft. Als Grund für die Verhaftung und spätere Verurteilung zu 4 Monaten Gefängnis wurde die Übertretung des Kanzelparagrafen nach dem Heimtückegesetz bei einer Predigt am 25. März 1939 angegeben. [2][3]

Bearbeitungsliste für Ämter

1995: Kanonikus; Kooperator in Müllegg; Pfarrvikar in Brasilien (1949); Pfarrprovisor in Goldegg; Pfarrprovisor in Hopfgarten, in Böckstein (1949); Kooperator in Berndorf (1934-1937); Benefiziat in Hopfgarten (1937-1941); Pfarrer in Straßwalchen (1941-1962); Lebensdaten[4]

Einzelnachweise

  1. AT-AES 2.17.1 12/10 (Rp2) - Liste von Priestern mit Schulverbot
  2. AT-AES 19/3 EB Rohracher; Liste katholischer Welt- Ordenspriester der Erzdiözese Salzburg, die in den Jahren 1938 - 1945 aus politischen Gründen von der nationalsozialistischen Regierung verurteilt, in Konzentrationslager überführt, vorübergehend inhaftiert oder gauverwiesen wurden.
  3. AT-AES 2.17.A2.1.527, Schreiben an den Apostol. Administrator in Innsbruck, Paulus Rusch vom 19. Mai 1939; 20 seitiger Erfahrungsbericht Haslingers zur NS-Zeit mit dem Titel "Krieg gegen Gott wird zum Krieg gegen Menschen".
  4. Personalschematismus der Erzdiözese Salzburg 1995. Eigenverlag des Erzbischöflichen Ordinariates Salzburg. Salzburg 1995. S. 408


Vorgänger Amt Nachfolger
Alois Brunauer Pfarrprovisor von Goldegg
1950
Martin Brandstätter