Wagner, Aemilianus Anton (1881-1941)
| Wagner, Aemilianus Anton (1881-1941) | |
|---|---|
| Ordensname | Aemilianus |
| Taufname | Anton |
| Geboren | 30.03.1881 (https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/st-poelten/st-leonhard-am-walde/01%252F04/?pg=203)(St. Leonhard am Walde) |
| Verstorben | 02.03.1941 (Steyr) |
| Vater | Leopold Wagner, Wirtschaftsbesitzer in Großzauch († 1919) |
| Mutter | Josefa Wagner, geb. Kößl (* 1840 in Diestlreit; † 1897) |
| Orden | Benediktiner (Seitenstetten) |
| Profess | 08.09.1904 |
| Priesterweihe | 17.06.1905 (Rom) |
| Primizdatum | 16.07.1905 |
| Primizort | St. Leonhard am Walde |
| Titel | Dr. phil. sub auspiciis (1911); Ehrenbürger von St. Leonhard am Walde und Puchberg (1928) |
Wagner, Aemilianus Anton OSB (* 30.03.1881 in St. Leonhard am Walde; † 02.03.1941 im Krankenhaus in Steyr) war ein Benediktiner des Stiftes Seitenstetten, Philosoph und Altphilologe. Er wirkte als Lehrer am Stiftsgymnasium Seitenstetten sowie als Professor der Philosophie in Salzburg und stand dem Benediktinerkolleg als Rektor vor.
Inhaltsverzeichnis
Leben
Herkunft und Familie
Anton Wagner stammte aus Großzauch (bei St. Leonhard am Walde). Seine Eltern waren Leopold Wagner († 1919), Wirtschaftsbesitzer in Großzauch, und Josefa, geb. Kößl (* 1840 in Diestlreit; † 1897). Die Geschwister: Theresia (* 14.04.1880; † 14.04.1880), Anton (* 30.03.1881), Adalbert (* 24.07.1882; † 04.06.1929) sowie ein totgeborenes Mädchen (* 14.10.1883).
Ausbildung
Er besuchte die Volksschule in Hiesbach (Pfarre Allhartsberg) und das Gymnasium in Seitenstetten. Das Theologiestudium absolvierte er in Rom. Danach folgten die Ausbildungsstationen als Lehramtskandidat in Innsbruck (10/1906–07/1910), „studienhalber im Stifte“ (07/1910–1911) und als Probekandidat in Wien (1911). 1911 wurde er zum Dr. der Philosophie sub auspiciis promoviert.
Ordens- und Priestertum
Die Einkleidung erfolgte am 02.09.1900. Die 1. Profess legte er am 02.09.1901, die 2. Profess am 08.09.1904 ab. Die Priesterweihe empfing er am 17.06.1905 in Rom.
Wirken
Unmittelbar nach der Weihe war er im Konvikt und in der Seelsorge eingesetzt: als Konviktspräfekt (Spielplatz), Prediger an der Stiftskirche und Präfekt der Marianischen Kongregation des Obergymnasiums (jeweils 09/1905–07/1906).
Ab 1911 wirkte er am Stiftsgymnasium Seitenstetten als Professor für Latein und Griechisch (09/1911–07/1931) sowie als Lehrer der italienischen Sprache (09/1911–1927). Zusätzlich war er Kustos des archäologischen Kabinettes (1911–1938) und Adjunkt des Stiftsbibliothekars (01.05.1919–01.10.1931).
In Salzburg lehrte er Philosophie (1928–1939), war Rektor des Benediktinerkollegs (1931–1939) und wurde Hochschulprofessor (ao. 1934–1935; wirklicher 1935–1939).
Da das Benediktinerkolleg in Salzburg für das Militär angefordert wurde, wurde es im Herbst 1939 nach Seitenstetten verlegt und dort am 23.10.1939 eröffnet. Wagner wurde Rektor und Professor der Philosophie im Benediktinerkolleg Seitenstetten (23.10.1939–02.03.1941).
Tod
P. Aemilian starb nach kurzem, nicht einmal einwöchigem Krankenlager an Lungenentzündung am 02.03.1941 im Krankenhaus in Steyr. Er sagte am Nachmittag seines Todestages zur Pflegeschwester: „Schwester, heute Nacht gehe ich zum Vater.“ Der Leichnam wurde nach Seitenstetten überführt und in der Gruft unter dem Hochaltar beigesetzt.
Literatur
Von Aemilian Wagner
- Wagner, Aemilian. Die Erklärung des 118. Psalmes durch Origenes:
- Teil 1: Programme des k.k. Obergymnasiums der Benediktiner zu Seitenstetten, Nr. 50 (1916), S. 3–44.
- Teil 2: Programme des k.k. Obergymnasiums der Benediktiner zu Seitenstetten, Nr. 51 (1917), S. 45–89.
- Teil 3: Programme des k.k. Obergymnasiums der Benediktiner zu Seitenstetten, Nr. 52 (1918), S. 90–156.
- Teil 4: Programme des Stiftsgymnasiums der Benediktiner zu Seitenstetten, Nr. 53 (1919), S. 157–226.
- Teil 5: Programme des Stiftsgymnasiums der Benediktiner zu Seitenstetten, Nr. 54 (1920), S. 227–253.
- Teil 6: Programme des Stiftsgymnasiums der Benediktiner zu Seitenstetten, Nr. 55 (1921), S. 254–278.
- Eine moderne deutsche Platondeutung. In: Zeitschrift für deutsche Geistesgeschichte, Nr. 1 (1935), Heft 1, S. 106 ff.
- Neue Schau der römischen Geschichte. In: Zeitschrift für deutsche Geistesgeschichte, Nr. 2 (1936), Heft 1–3, S. 100/103 ff.
Über Aemilian Wagner
- Fischer, Robert. „Aemilian Wagner OSB, 1881–1941 (Christliche Philosophie).“ In: „… und mit dem Tag der Zustellung dieses Erlasses aufgelassen“: Die Aufhebung der Katholisch-Theologischen Fakultät Salzburg 1938, Salzburger theologische Studien 67. Innsbruck: Tyrolia, 2022.