Schrattenholzer, Alois (1879-1954)
| Schrattenholzer, Alois (1879-1954) | |
|---|---|
| Geboren | 1879 (Obermamau) |
| Verstorben | 1954 (St. Pölten) |
| Priesterweihe | 1905 (Rom) |
| Primizort | Rom |
| Titel | Prälat Dr. Dr. |
| Funktionen | Professor der Moraltheologie in St. Pölten |
| Quellen im AES | Primizbildchen |
Der 1879 in Obermamau geborene Bauersohn besuchte zuerst das St. Pöltner Gymnasium, dann das Stiftsgymnasium Seitenstetten. Nach der mit Auszeichnung abgelegten Matura studierte er am Collegium Germanicum in Rom Theologie und Philosophie und promovierte zum zweifachen Doktor. 1905 wurde er an seinem Studienort zum Priester geweiht. Er kehrte nach Österreich zurück und war Seelsorger in St. Martin am Ybbsfelde und in Michelhausen sowie Vizerektor im bischöflichen Seminar in Seitenstetten. 1914 wurde er Vizerektor in Melk, bald darauf Spiritual im St. Pöltner Priesterseminar. 1917 übernahm er dort die Lehrkanzel für Moraltheologie. In seinem 1934 in Graz erschienenen Buch „Soziale Gerechtigkeit“ versuchte er sich an der Lösung der damaligen sozialen Fragen. Seinen Ideen war aber keine sonderliche Wirkung beschieden. 1947 wurde er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Diözese St. Pölten emeritiert. Prälat DDr. Schrattenholzer starb 1954 in St. Pölten.
Aus: Manfred Wieninger, St. Pöltner Straßennamen erzählen (aktualisierte und erweiterte Neuauflage 2017).